Was bedeutet „Göttin“?

 

Video IntroWie Du im historischen Abschnitt lesen kannst, war das Zeitalter des Materialismus, das jetzt seit rund 17 Monaten vorbei ist (Stand Juni 2016) eine Zeit – das sogenannte dunkle Zeitalter – in der das menschliche Bewußtsein an seinem tiefsten Punkt war. Seit dieser Zeit ist es stetig gestiegen, durch die Renaissance, die industrielle Revolution, die Silikon-Chip-Technologie und das Internet. Jetzt bewegen wir uns ständig weiter in das Zeitalter der Gemeinschaft hinein, in der die Menschheit wieder einmal erkennt, daß wir alle Teil eines einzigen Systems sind, genannt Menschheit.

Wie Prof. Bruce Lipton PhD. zu sagen pflegt: “Der menschliche Körper ist eine kooperierende Gemeinschaft von 70 Billionen Zellen. Die Menschheit ist eine Gemeinschaft mit rund 7 Milliarden Teilnehmern.”

Während des vorherigen Zeitalters wurde es sehr schwierig für die Menschen etwas anderes als das Banale wahrzunehmen; folglich “Das Zeitalter des Materialismus”. Alles, was klar existierte, aber keine physische Form hatte, dem wurde der Status eines Gottes oder einer Göttin zugeschrieben. Jede Kultur entwickelte ihre eigene Liste von Gott- / Göttinnen-Namen, auch Pantheon genannt. (Pantheon hat zwei Bedeutungen:

1. Ursprünglich war es der antike Name für ein allen Göttern geweihtes Heiligtum
2. Heute wird der Begriff zudem für die Gesamtheit der Gottheiten in einer polytheistischen Religion verwendet)

Nur um das klar darzustellen: Auch die christliche Kirche hat dies getan, aber gut “versteckt” mit einem kleinen “Kunstgriff”: Ihre “Junior-Götter” wurden Erzengel, Cherub und Dämonen.

In fast allen Pantheons gibt es einen „Obergott“ und viele Untergötter, wie z.B. Zeus und unter ihm Apollo, Aphrodite, usw., usw. Im sog. Christentum stehen diese „Untergötter“ unter dem Begriff „Erzengel“. Durch diese Fingerfertigkeit behauptet die Kirche monotheistisch zu sein und, daß alle anderen Religionen, die mehrere Gottheiten haben, primitiver sind. Zwischen den Erzengeln und Gott sind die drei „Senior Gottheiten“ Jesus und der Heilige Geist und Maria, die wiederum, um die monotheistische Behauptung aufrecht zu erhalten, irgendwie doch eins seid – die „Heilige Dreifaltigkeit“.

Als eine völlig patriarchalisch-politische Struktur schloß die Kirche alle Aspekte der Weiblichkeit aus. Sie schafften es, diese Position für etwa 500 Jahre zu halten (nach der Zeit Konstantins – Details darüber gibt es im Buch „Die Anatomie des Glücks“ zu lesen), aber im 9. Jahrhundert wurden sie durch ihre Unfähigkeit gezwungen, die ‚Göttin’ aus den Köpfen der Menschen zu eliminieren, um Maria als einen besonderen Fall von ‚Göttin’ zu erfinden, „weil sie ihren Senior-Gott Jesus gebar”.

Da das menschliche Bewußtsein wieder ansteigt, werden wir uns allmählich der Energien bewußt, die unsere Vorväter vergötterten (wie können wir nie ‚Vormütter’ gehabt haben?). So beginnen wir sie wahrzunehmen als Leitprinzipien in den universellen Energieströmen, die uns unterstützen.

“Göttin” ist dieser Aspekt, der uns nährt, uns umsorgt und tröstet – die Mutter!